Charta Prävention

Wir schauen hin!

Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen.

Seit November 2011 existiert die Charta zur Prävention von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und anderen Grenzverletzungen. Erarbeitet und der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde die Charta Prävention von zwölf Verbänden, welche sich in der Folge zum Fall H.S., zu einer verbandsübergreifenden Arbeitsgruppe zusammengeschlossen haben. Die beteiligten Verbände repräsentieren Institutionen, Selbsthilfeorganisationen, Elternvereinigungen, Bildungsanbieter und Ärzte. Sie fordern eine Null-Toleranz-Politik und setzen vor allem bei den Mitarbeitenden und bei der Stärkung der Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf an. Ihre wichtigste Botschaft lautet: «Wir schauen hin! Und zwar gemeinsam. »

10 Grundsätze

Die Charta Prävention umfasst 10 Grundsätze, welche die vier Themenbereiche Präventionskonzepte, Stärkung der Personen mit Unterstützungsbedarf, Schlüsselrolle der Mitarbeitenden und Einrichtung einer internen Meldestelle und externen Ombudsstelle betreffen. Die Grundsätze gelten für alle Personen, die in Institutionen oder Organisationen tätig sind oder betreut werden.

Institutionen und Organisationen bekennen sich zur Charta Prävention. In der Folge erarbeiten sie eigene Konzepte, organisieren interne Meldestellen und suchen Anschlussmöglichkeiten für die externe Ombusstelle. Diese organisationsspezifische Arbeit ist zentral, da nur auf diesem Weg die Haltung und das Wissen im Umgang mit der Charta erreicht werden kann.

CURAVIVA Schweiz stellt online eine Austauschplattform zur Verfügung, welche es Institutionen erlauben, ihre Konzepte zu veröffentlichen, so dass andere davon lernen können und ein Austausch zur Erreichung derselben Ziele möglich wird.

Die Arbeit geht weiter

Das Thema verliert nie an Aktualität! Die Einrichtungen sind aufgefordert, die Prävention immer im Auge zu behalten und aktiv mit den Mitarbeitenden zu bearbeiten. Nur dann ist Hinschauen möglich.

Die verbandsübergreifende Arbeitsgruppe bleibt ebenfalls weiterhin aktiv. Aktuell steht die Unterstützung der Institutionen und Organisationen im Risikomanagement und im Umgang mit Verdachtsmomenten sowie die Schaffung einer nationalen Anlaufstelle für Menschen mit Beeinträchtigungen im Vordergrund. Zudem plant sie, Forderungen an die Politik zu formulieren – etwa nach genügend Ressourcen, damit die Präventionsarbeit wirkungsvoll geleistet werden kann.

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