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Lehrgang Klassenassistenz und schulergänzende Betreuung

Der Lehrgang Klassenassistenz und schulergänzende Betreuung richtet sich an Mitarbeitende in Schulen, Tagesstrukturen und Horten, welche keine pädagogische Grundbildung mitbringen oder deren Ausbildung lange zurückliegt.

Aufbau und Struktur der Weiterbildung

Die Besonderheit im Lehrgang liegt darin, dass individuelle fachliche Schwerpunkte gesetzt werden durch die Auswahl und den Besuch von 2-3 Fachkursen aus dem Weiterbildungsangebot von gesamthaft 5 Tagen.

Dazu gibt es eine «Rahmung» im Umfang von weiteren 5 Tagen, in denen sich die Teilnehmenden viel mit Klärung von Rolle und Funktion auseinandersetzen, Praxisbeispiele bearbeiten, Lernerkenntnisse aus den Fachkursen mit den anderen Teilnehmenden austauschen und sich durch Präsentation und Reflexion in Auftrittskompetenz und Entwicklung einer pädagogischen Haltung üben.

Rückmeldungen

Am Abschlusstag des 2018/2019 erstmals durchgeführten Lehrgangs beantworteten die Teilnehmenden schriftlich eine Reihe von Fragen. Die in diesem Beitrag zitierten Aussagen sind wörtlich übernommen. Die Statements sind, wo es die Teilnehmenden gewünscht haben, entsprechend anonymisiert worden. Auch die Fotos dieses Beitrags wurden am Abschlusstag erstellt und geben einen kleinen Einblick in die Geschehnisse.

Fragestellungen und Ziele im Lehrgang

Die Absolvierenden des im April 2019 abgeschlossenen Lehrgangs brachten gemäss der angesprochenen Zielgruppe sehr heterogene Arbeitsfelder und Fragestellungen in den Lehrgang mit. Zum Beispiel Frau R., die in einer heilpädagogischen Schule tätig ist: «Was tun, wenn ich als Puffer zwischen Lehrperson und Schüler stehe?» Oder Frau S., die in einem Internat als Betreuungsperson arbeitet: «Als Quereinsteigerin ist es wichtig, so einen Lehrgang zu absolvieren, um so soziale Kompetenz zu erlangen und anhand der Fachkurse viel zu lernen, um sich zu positionieren».

Diese beiden Beispiele geben auch einen Hinweis, welche übergeordneten Ziele mit dem Lehrgang verfolgt werden:

  1. Individuelle fachliche Schwerpunktsetzung durch die eigene Kurskombination.
  2. Vertiefte Reflexion der eigenen Rolle und des beruflichen Handelns in einer bestehenden Gruppe.

Kompetenznachweise

Über diese Ziele hinaus wird der Kompetenzerwerb in verschiedenen Bereichen der Teilnehmenden unterstützt. Der Prozess wird mithilfe von zwei Kompetenznachweisen individuell und formal dokumentiert:

Ein Kompetenznachweis umfasst das Vorstellen der eigenen Praxis oder eine kleine Präsentation zu Erkenntnissen aus einem Fachkurs-Besuch oder eine praktische Umsetzung. Die Teilnehmenden, deren letzter Schulbesuch zum Teil länger zurückliegt, setzten sich unter anderem mit ihrer Auftrittskompetenz auseinander und konnten individuell sehr profitieren, was ihre tägliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachpersonen anbelangt. Frau R. beschreibt als persönliches Lehrgangs-Highlight: «Das Gelingen der Präsentation. Keine Angst mehr haben, wenn eine Krisensitzung einberufen wird.»

Der zweite Teil des Kompetenznachweises war eine schriftliche Reflexion des Lernprozesses. Auch dieses wurde teilweise als herausfordernd, schlussendlich aber gewinnbringend erlebt. Ein Statement von Frau Kuhn dazu: «Für mich war es wichtig, dass ich das ‘Gedachte’, ‘Gefühlte’ und ‘Ersonnene’ einmal verschriftlichen musste. Es hat Klarheit geschaffen. Schwierig war es nicht.»

 

Erworbene Kompetenzen

Die Teilnehmenden

  • kennen die eigene berufliche Rolle und damit verbundene Aufgaben und Grenzen,
  • erarbeiten sich Bereitschaft gegenüber fliessenden Funktionsübergängen und flexiblen Rollenbildern,
  • nehmen das Wirkungsfeld der eigenen Funktion im Dreieck zwischen Kind/Jugendlichem, Fachpersonal, Institution wahr,
  • erlangen Bewusstheit über die Spannungsfelder ihrer Funktion und entwickeln Handlungskonzepte im Umgang damit,
  • kennen innerhalb individueller Schwerpunkte theoretische und konzeptionelle Ansätze zur Betreuung, Begleitung, Entwicklungsförderung, Animation von Kindern und/oder Gruppen.

Die Zufriedenheit der «Pionier»-Absolvierenden des ersten Lehrgangs 2018/2019 ist ausgesprochen hoch, Fragen blieben vorläufig keine offen, alle 8 Personen würden den Lehrgang weiterempfehlen.

Der nächste Lehrgang startet am 1. Juli 2019. Personen, die erst nach den Sommerferien einer praktischen Tätigkeit im beschriebenen Feld nachgehen, sind herzlich eingeladen, nach einer persönlichen Beratung bereits dann mit dem Lehrgang zu starten.


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